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Templer und Katharer

Zu den Katharern des Languedoc hatten die Tempelritter von jeher recht enge Beziehungen unterhalten. Viele reiche Landbesitzer, die entweder selbst Katharer waren oder mit diesen sympathisierten, hatten dem Orden große Ländereien geschenkt. Und Bertrand de Blanchefort, der vierte Großmeister des Ordens entstammte einem katharischen Elternhaus. Mitglieder seiner Familie kämpften vierzig Jahre nach seinem Tod Seite an Seite mit anderen katharischen Edelleuten gegen die von Simon de Montfort angeführten Kreuzrittern aus dem Norden. In den Albigenserkriegen verhielt sich der Templerorden zumindest nach außen hin neutral und beschränkte sich auf die Rolle des Beobachters. Doch machte der seinerzeit amtierende Großmeister keinen Hehl daraus, daß ein richtiger Kreuzzug nur gegen die Sarazenen geführt werden könnte. Außerdem läßt eine Prüfung zeitgenössischer Berichte erkennen, daß die Templer vielen katharischen Flüchtlingen Asyl gewährten. Ein Blick in die Mitgliederliste des Templerordens zu Beginn der Albigenserkriege zeigt einen beträchtlichen Zustrom von Katharern bis in die höchsten Ränge des Ordens hinein, die herauszufordern nicht einmal Simon de Montforts Kreuzfahrer wagten. Im Languedoc gab es unter den höhergestellten Tempelrittern mehr Katharer als Katholiken. Darüber hinaus scheinen sich diese katharischen Adligen - im Gegensatz zu ihren katholischen Brüdern - hauptsächlich im Languedoc aufgehalten zu haben, so daß sich der Orden im Laufe der Zeit in dieser Region auf eine bewährte und stabile Basis stützen konnte.

Tempelritter und fremdes Gedankengut

Aufgrund ihrer Kontakte zum islamischen und jüdischen Kulturkreis hatten die Tempelritter Gedankengut in sich aufgenommen, das der orthodoxen katholischen Kirche mehr als fremd war. Ihre kulturelle Toleranz, ihre intellektuelle Neugierde und ihre Aufgeschlossenheit dem Unbekannten gegenüber ließen die Templer Positionen einnehmen, die die römische Kurie eigentlich niemals gebilligt hätte. Zudem brachten sie die neuen katharischen Ordensbrüder mit den Ideen des gnostischen Dualismus in Berührung, falls ihnen diese überhaupt jemals fremd gewesen sein sollten.

Tempelritter Geschichte und Verfolgung Inhaltsverzeichnis




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