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Spanische Geschichte

Spaniens Name leitet sich aus dem römischen Hispania ab (phönizisch "Küste der Kaninchen").

1848 wurde in einer Höhle im Felsen von Gibraltar ein Schädel gefunden. Er wurde später als der eines Neandertalers bestimmt und sein Alter auf rund 60.000 Jahren datiert. In der Höhle von Altamira in Kantabrien fand man Höhlenmalereien des Homo Sapiens, die Entstehung der über 150 Wandbilder wurde auf die Zeit von 16.000 bis 14.000 Jahren v. Chr. datiert. In der Provinz Málaga in Andalusien wurden noch ältere Höhlenmalereien entdeckt, die teils bis zu 20.000 Jahre alt sind.

Ureinwohner waren die Basken und Iberer. Im 11. Jahrhundert vor Christi siedelten sich die Phönizier an der Südküste an. Eine ihrer Kolonien war Gades, das heutige Cádiz. Cádiz ist die älteste Stadt Europas. Aber auch die Griechen waren aktiv und gründeten Handelsposten entlang der Küste. Aus Gallien wanderten während des 5. und 4. vorchristlichen Jahrhunderts Kelten ein, die nach vielen Kämpfen mit den Iberern zu dem Volk der Keltiberer verschmolzen.

Den Karthagern gelang es nach dem Ersten Punischen Krieg von 237 bis 219 v. Chri. den Süden und Osten der Iberischen Halbinsel zu erobern. Wichtigster Stützpunkt war die Stadt Neukarthago (heute Caragena). Im Zweiten Punischen Krieg (206 v. Chr.) verloren sie diese Stützpunkte an das Römische Reich. Es folgt ein 200 Jahre dauernder Kampf der Römer gegen die Keltiberer und LUsitanier um die Herrschaft über die Halbinsel. Mit dem Sieg Augustus 19. v. Chr. über die Kantabrer hatten die Römer ihr Ziel erreicht. Es kommt zu einer Teilung in statt bisher zwei Provinzen (Hispanio Citerior und Hispania Ulterior) in drei (Lusitania, Baetica und Taraconensis). Unter Kaiser Hadrian wird von Taraconensis noch eine vierte Provinz abgeteilt, die Provinz Galaecia et Asturia. Nur den Basken im Norden des Landes, gelang es, ihre Unabhängigkeit zu behalten. Das Land blühte unter den Römern auf, sie durchzogen das Land mit Straßen und bauten zahlreiche Kastelle und es gelang ihnen, das Land schnell zu romanisieren. Handel und Verkehr blühten, die Bevölkerung wuchs stark an. Unter Kaiser Vespasian (Regierungszeit 69-79) erhielten die Hispanier das lateinische Bürgerrecht.

Berühmte spanische Römer: Trajan (Kaiser von 98 bis 117), Antoninus Pius (138-161), Seneca (Schriftsteller), Lucanus (Schriftsteller), Martial (Schriftsteller), die Familien des Marcus Aurelius (Kaiser), Hadrians (Kaiser) und Theodosius I. (ebenfalls Kaiser, in der Spätantike).

Ab dem 3. Jahrhundert breitet sich auch in Hispania das Christentum aus.

Mit dem inneren Zerfall des Römischen Reichs zu Beginn des 5. Jahrhunderts dringen die germanischen Völker der Vandalen und Sueben ab 409 in Spanien ein. Das Land wurde von ihnen verwüstet, einige siedelten sich aber auch an und gründeten kurlebige Nachfolgekönigreiche. In Galicien hielt sich ein suebisches Königreich bis ins späte 6. Jahrhundert. Im 5. Jahrhundert erobern die Westgoten die Iberische Halbinsel. Hauptstadt des Westgotenreiches (Tolosanisches Reich) wird Toledo. 589 treten die Westgoten, die ursprünglich dem arianischen Glauben anhingen, zum katholischen Glauben über. Bis zum 7. Jahrhundert erlebt das Westgotenreich eine Blütezeit.

Ab 711 war Spanien in der Hand der Mauren, die gerade in Andalusien und bis heute ihre Spuren hinterlassen haben. Auch in der spanischen Sprache haben sich einige Worte maurischen Ursprungs "eingeschlichen" (acucar, Zucker). Allerdings beginnt auch beinahe sofort die spanische Reconquista, die Rückeroberung des Landes. Erster Widerstand kam vom Königreich von Asturien unter Pelayo (718-737). Seine Söhne und Nachkommen führten sein Werk vor. Auch Karl der Große gelang es Teile zurückzuerobern underrichtete im heutigen Katalonien die Spanische Mark. 785 gelang es seinen Truppen Girona und 801 Barcelona zurückzuerobern. Allerdings hatten die christlichen Könige nicht nur die Reconquista als Ziel sondern bekriegten sich auch untereinander. Erst unter den „katholischen Monarchen“ Isabella I. von Kastilien und Ferdinand von Aragón kam die Idee der Wiedereroberung durch einen Kreuzzug auf. Ihnen gelang die Eroberung von Granada, sie wiesen auch die Juden aus dem Land, von denen zu dieser Zeit 160.000 in Spanien lebten.

1492 wurden sie nach Beendigung der Reconquista durch Königin Isabella und König Ferdinand aus Spanien vertrieben. Die, welche nicht gingen, mussten wenige Jahre später zum katholischen Glauben übertreten, was ihnen aber nicht viel nutzte, auch sie mussten Anfang des 17. Jahrhunderts größtenteils das Land verlassen. Dies führte beispielsweise in der Comunidad Valencia zu einer Entvölkerung ganzer Landstriche, was durch Einwanderer von den Balearen ausgeglichen wurde. Von dem wirtschaftlichen Rückschlag konnte sich Valencia aber lange nicht erholen.

Neben dem Abschluss der Reconquista 1492 war eines der wichtigsten Ereignisse der spanischen Geschichte die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, ohne dass er ahnte, dass er einen neuen Kontinent entdeckt hatte. Der Jahrestag der Entdeckung, der 12. Oktober, ist der spanische Nationalfeiertag (Día de la Hispanidad). In der nachfolgenden Zeit erreicht Spanien seine wirtschaftliche und politische Vormachtstellung in Europa. Politische Querelen im 19. Jahrhundert ließen Spanien an den Rand des Weltgeschehens rücken.

Der Spanische Bürgerkrieg


1936 kommt es zu einen Militärputsch, der sich zum spanischen Bürgerkrieg ausweitet. Er richtet sich gegen die zuvor gewählte spanische Volksfrontregierung. Die Kämpfe dauern bis 1939 und finden unter internationaler Beteiligung statt. An der Seite der Volksfrontregierung kämpfen viele Freiwillige aus dem Ausland, auch der US-amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway nimmt daran teil, auf der Seite des aufständischen Militärs steht die deutsche Legion Condor, die von Hitler zur Unterstützung Francos nach Spanien geschickt wurde. 1939 gewinnt Francisco Franco Bahamonde den Aufstand und verkündete am 1. April seinen Sieg und herrscht bis 1975 als Diktator. Nach seinem Tod am 20. November 1975 wird Juan Carlos I. am 22. November zum König von Spanien gekrönt. Er war bereits 1969 von Franco als sein Nachfolger eingesetzt worden. Juan Carlos begann nach seiner Thronbesteigung sofort den Prozess des demokratischen Wandels einzuleiten. Als König hat er, laut spanischer Verfassung von 1978, vor allem repräsentative Funktionen.

2014 verzichtet Juan Carlos auf den spanischen Thron und macht den Weg frei für seinen Sohn, der als König Felipe neuer spanischer König wird. An seiner Seite Königin Letizia. Sollte das Paar keine weiteren Kinder bekommen, wird nach König Felipe eine Frau den spanischen Thron besteigen, seine älteste Tochter Leonor.

Spanischer Bürgerkrieg - Ursache und Auswirkungen



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