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Liste der Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland

In der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gab es bereits eine ganze Reihe von Bundespräsidenten. Zwei Mal trat ein Bundespräsident bereits von seinem Amt zurück. Derzeit ist Joachim Gauck deutscher Bundespräsident. Seine Amtszeit läuft aber im März ab, bereits als neuer Bundespräsident und Nachfolger von Joachim Gauck gewählt wurde am 12. Februar 2017 Frank-Walter Steinmeier. Herr Gauck hatte auf eine zweite Amtszeit als Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland verzichtet.

Was ist der Bundespräsident

Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland ist der Bundespräsident, gewählt wird dieser von der Bundesversammlung. Seit 1979 tritt die Bundesversammlung am 23. Mai zusammen, dem Tag, an dem die Verkündigung des Grundgesetzes 1949 stattfand.

Amtszeit Bundespräsident

Die Amtszeit eines Bundespräsidenten beträgt fünf Jahre. Es ist nur eine Wiederwahl möglich, damit kann ein Bundespräsident maximal zehn Jahre im Amt sein.

Diese Dienstzeit erreichten nur Theodor Heuss (1949 - 1959) und Richard von Weizsäcker (1984 - 1994). Heinrich Lübke (1959 - 1969) trat drei Monate vor Ablauf seiner zweiten Amtszeit zurück. Und Horst Köhler beendete, trotz der Wiederwahl 2009, seine Amtszeit vorzeitig nach sechs Jahren. Alle anderen Bundespräsidenten erlebten nur eine Amtszeit.

Erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland war Theodor Heuss (FDP), der bei der allerersten Bundesversammlung am 12. September 1949 im zweiten Wahlgang durchsetze. Sein Hauptkonkurrent war Kurt Schumacher von der SPD gewesen.

Eine Frau hat es noch nicht in die Liste der Bundespräsidenten geschafft. Allerdings gab es schon einige Male Gegenkandidaten. So war die frühere bundestagspräsidentin Annemarie Renger die erste Frau, die überhaupt zur Wahl stand. Allerdings musste sich die Kandidatin der SPD 1979 Karl Carstens geschlagen geben.

2010 kam es dann zu einem absolutem Novum. Mit Horst Köhler trat erstmals ein amtierender Bundespräsident von seinem Amt zurück. Bei den Neuwahlen setzte sich dann Christian Wulff durch. Und der machte 2012 aus dem Novum eine Serie. Am 17. Februar 2012 trat auch Christian Wulff als Bundespräsident nach nur 598 Tagen im Amt zurück. Christian Wulff ist nun der Bundespräsident mit der kürzesten Amtszeit in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Die großen Parteien einigten sich dann auf den parteilosen Politiker und Publizist Joachim Gauck als Nachfolger für Christian Wulff. Joachim Gauck wurde dann am 18. März 2012 von der Bundesversammlung zum neuen Staatsoberhaupt der BRD gewählt. Und wieder ein Novum: Mit der neuen deutschen First Lady, Daniela Schadt, ist Gauck nicht verheiratet.

Im Sommer 2016 erklärte Joachim Gauck dann für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen. Der neue Bundespräsident wurde am 12. Februar 2017 gewählt werden. Der Wechsel an der Spitze des deutschen Staates wird dann im März erfolgen. Neuer Bundespräsident ist dann Frank Walter Steinmeier.


Liste der Bundespräsidenten

Der allererste Bundespräsident war Karl Arnold, der das Amt allerdings nur wenige Tage kommissarisch ausübte. Mit dem Amtsantritt von Theodor Heuss am 13. September 1949, einem Tag nach der Bundesversammlung, endete die kommissarische Tätigkeit von Karl Arnold als Bundespräsident.

1. Bundespräsident Theodor Heuss

Amtszeit: 13. September 1949 bis 12. September 1959
FDP, gewählt von einer Koalition von CDU/CSU und FDP.
Gegenkandidat mit den meisten Stimmen: Kurt Schumacher (SPD)
Wiederwahl 1954 auch mit den Stimmen der SPD.

2. Bundespräsident Heinrich Lübke

Amtszeit: 13. September 1959 bis 30. Juni 1969
CDU.
Auf Platz zwei landeten Carlo Schmid (SPD) und Max Becker (FDP).
Bei der Bundesversammlung 1964 wurde Heinrich Lübke wieder gewählt. Die SPD stellte keinen eigenen Kandidaten auf, Erwald Bucher von der FDP fiel bereits im ersten Wahlgang durch.

3. Bundespräsident Gustav Heinemann

Amtszeit: 1. Juli 1969 bis 30. Juni 1974
SPD, wurde von SPD und FDP unterstützt.
Gustav Heinemann setzte sich erst im dritten Wahlgang mit 511 (49,3 Prozent) zu 507 (48,9 Prozent) der Stimmen durch. Gegenkandidat war Gerhard Schröder von der CDU.

Gustav Heinemann verzichtete auf eine zweite Amtszeit.

4. Bundespräsident Walter Scheel

Amtszeit: 1. Juli 1974 bis 30. Juni 1979
FDP, unterstützt von FDP und SPD.
Gustav Heinemann setzte sich im ersten Wahlgang gegen den CDU-Kandidaten Richard von Weizsäcker durch.

Walter Scheel verzichtete auf eine zweite Amtszeit. Die FDP enthielt sich bei der Bundesversammlung am 23. Mai 1979 ihrer Stimmen.

5. Bundespräsident Karl Carstens

Amtszeit: 1. Juli 1979 bis 30. Juni 1984
CDU
Erstmals gab es mit der früheren Bundestagspräsidentin Annemarie Renger eine Kandidatin, aufgestellt von der SPD. Karl Carstens setzte sich bereits im ersten Wahlgang gegen die SPD-Kandidatin durch.

6. Bundespräsident Richard von Weizsäcker

Amtszeit: 1. Juli 1984 bis 30. Juni 1994
CDU, unterstützt von beiden großen Volksparteien
Richard von Weizsäcker wurde von beiden großen Volksparteien unterstützt und bekam bereits im ersten Wahlgang 80 Prozent der Stimmen. Die Grünen hatten die Schriftstellerin Luise Rinser als Gegenkandidatin aufgestellt, sie bekam 6,5 Prozent der Stimmen.
Bei der Bundesversammlung 1989 verzichteten auch die Grünen auf eine Gegenkandidatin/einen Gegenkandidaten. Richard von Weizsäcker wurde mit 84,9 Prozent der Stimmen wieder gewählt.

Die 10. Bundesversammlung am 23. Mai 1994 fand erstmals im Reichstagsgebäude in Berlin statt.

7. Bundespräsident Roman Herzog

Amtszeit: 1. Juli 1994 bis 30. Juni 1999
CDU
Insgesamt standen fünf Kandidaten zur Wahl als Nachfolger von Richard von Weizsäcker.
Roman Herzog setzte sich im 3. Wahlgang vor Johannes Rau (SPD) und Hans Hirzel (Vorschlag der Republikaner) durch. Wobei Hans Hirzel wie in den Wahlgängen zuvor auf nicht einmal ein Prozent der Stimmen kam. Nach dem ersten Wahlgang hatte Jens Reich (Grüne) seine Kandidatur zurückgezogen. Nach dem zweiten Wahlgang Hildegard Hamm-Brücher (FDP).

Roman Herzog trat nicht zur Wiederwahl an.

8. Bundespräsident Johannes Rau

Amtszeit: 1. Juli 1999 bis 30. Juni 2004
SPD
Johannes Rau wurde mit Stimmen von SPD und Grüne im zweiten Wahlgang gewählt. Gegenkandidaten waren Dagmar Schipanski (CDU) und Uta Ranke-Heinemann (PDS Vorschlag).

Johannes Rau trat nicht wieder an. Eine zweite Amtszeit gab es damit nicht.

9. Bundespräsident Horst Köhler

Amtszeit: 1. Juli 2004 bis 31. Mai 2010 - Horst Köhler trat als erster Bundespräsident der BRD zurück.
CDU
Horst Köhler setzte sich im 1. Wahlgang mit 604 Stimmen gegen die SPD-Kandidatin Gesinde Schwan (589 Stimmen) durch.
Bundesversammlung 23. Mai 2009: Kandidaten: Horst Köhler, der amtierende Bundespräsident, wird wieder für das Amt kandidieren. Die SPD hat ihre Kandidatin von 2004, Gesine Schwan, erneut nominiert. Die Linke kündigte an, den Schauspieler Peter Sodann zur Wahl zu stellen. NPD und DVU nominieren den Liedermacher Frank Rennicke.
Horst Köhler wurde im ersten Wahlgang wiedergewählt. 613 Ja-Stimmen für den Amtsinhaber.
1223 abgegebene Stimmen, 2 ungültige, 1221 gültige, 10 Enthaltungen.
613 Ja-Stimmen für Horst Köhler. 503 für Gesine Schwan, 91 für Peter Sodann (Linke). Frank Rennicke, der von NPD und DVU aufgestellt worden war, erhielt vier Stimmen.
Das erste mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist mit Horst Köhler ein amtierender Bundespräsident von seinem Amt zurückgetreten.

10. Bundespräsident

Gewählt am 30. Juni 2010: Christian Wulff
Nach dem Rücktritt von Horst Köhler wird nun nach einem geeigneten Nachfolger gesucht. Gewählt werden soll der neue Bundespräsident dann am 30. Juni 2010. Später ist wohl nach Grundgesetz nicht möglich. Kandidat der CDU, CSU und FDP ist Christian Wulff, zuvor Ministerpräsident von NRW, und die SPD, Grünen schicken Joachim Gauck ins Rennen. Die Linkspartei schickte Luc Jochimsen ins Rennen und die NPD Frank Rennicke.
Im ersten Wahlgang konnte sich Wulff nicht durchsetzen. Er verfehlte die absolute Mehrheit.
Und auch im zweiten Wahlgang erreichte Christian Wulff die erforderliche absolute Mehrheit von 623 Stimmen nicht. Der CDU/CSU/FDP-Kandidat erhielt nur 615 Stimmen. Gauck erhielt 490 Stimmen.
Im dritten Wahlgang reicht dann die einfache Mehrheit der Stimmen. Und die hat Christian Wulff dann auch geschafft.
Rücktritt als Bundespräsident am 17. Februar 2012
Das dürfte dann auch ein Rekord sein: Christian Wulff brachte es auf nur 598 Tage im Amt des Bundespräsidenten.

11. Bundespräsident

Gewählt am 18. März 2012: Joachim Gauck (zuvor parteilos)
Joachim Gauck wurde am 18. März 2012 im ersten Wahlgang zum Nachfolger des zurückgetretenen Christian Wulff gewählt. In der 15. Bundesversammlung konnte er von 1228 gültigen 991 Stimmen auf sich vereinen;[36] er hatte somit die absolute Mehrheit von mindestens 621 Stimmen erreicht. Die Vereidigung wird am 23. März 2012 vor Bundestag und Bundesrat stattfinden.
Die Linke hatte als Gegenkandidation Beate Klarsfeld ins Rennen geschickt, auch weil die Partei sich bei der Suche nach einen Wulff-Nachfolger durch die großen Parteien ausgeschlossen gefühlt hatte. Die einzige Gegenkandidation Beate Klarsfeld erhielt immerhin drei Stimmen mehr als die Linke Wahlleute zur Bundesversammlung entsandt hatte. Insgesamt waren es 126 Stimmen.

Im Sommer 2016 erklärte Joachim Gauck für eine weitere Amtszeit als Bundespräsident nicht zur Verfügung zu stehen. Damit endet seine Amtszeit im Frühjahr 2017.

12. Bundespräsident

BEi der Bundesversammlung am 12. Februar 2017 trat die große Koalition mit einem gemeinsamen Kandidaten an. Die Union unterstützte damit die Kandidatur des SPD-Politikers und früheren Außenministers Frank-Walter Steinmeier. Steinmeier wurde dann bei der Bundesversammlung am 12. Februar 2017 mit 931 Stimmen bereits im ersten Wahlgang zum Nachfolger von Joachim Gauck gewählt. Sein neues Amt als Bundespräsident wird Steinmeier dann im März antreten. Nach Gustav Heinemann und Johannes Rau ist Frank-Walter Steinmeier erst der dritte Bundespräsidenten aus den Reihen der SPD.

Rund um den Bundespräsidenten

Vier Bundespräsidenten wurden auch für eine zweite Amtszeit gewählt: Theodor Heuss, Heinrich Lübke, Richard von Weizsäcker und Horst Köhler. Nur zwei dieser vier Bundespräsidenten machten die zweite Amtszeit auch voll: Theodor Heuss und Richard von Weizsäcker. Heinrich Lübke trat ebenso zurück wie auch Horst Köhler.

Insgesamt drei Mal endete die Amtszeit eines Bundespräsidenten mit einem Rücktritt. Neben Horst Köhler und Heinrich Lübke wählte auch Christian Wulff diesen Weg.

Joachim Gauck war der erste parteilose Bundespräsident. Bislang dominiert die CDU in der Liste der Bundespräsidenten.
CDU: Christian Wulff, Horst Köhler, Roman Herzog, Richard von WEizsäcker, Karl Carstens, Heinrich Lübke
SPD: Johannes Rau, Gustav Heinemann, seit 2017 Frank-Walter Steinmeier.
FDP: Walter Scheel und Theodor Heuss.

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