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Frauen und Macht - Entwicklung von Bildung und Frauenwahlrecht Teil 3 - In diese Zeit fallen der 1. und 2. Weltkrieg. Nicht nur in Deutschland erhalten die Frauen das Wahlrecht.

In diese Zeit fallen der 1. und 2. Weltkrieg. Nicht nur in Deutschland erhalten die Frauen das Wahlrecht.

1900: Das Großherzogtum Baden erlaubt als erster deutscher Bundesstaat Frauen die Einschreibung an Hochschulen. 1893 war in Karlsruhe vom Verein Frauenbildungsreform das erste Mädchengymnasium auf deutschem Boden gegründet worden. Allerdings erhalten Frauen nicht das Recht, die entsprechenden akademischen Berufe auch auszuüben. Das Frauenstudium setzt sich erst zögerlich und deutschlandweit nach dem Ersten Weltkrieg durch.

1902: Das Commonwealth of Australia (Australien), dass ein Jahr zuvor von Großbritannien in die staatliche Selbständigkeit entlassen worden war, gibt Frauen das Wahlrecht. Damit ist Australien der erste moderne souveräne Staat, der das Frauenwahlrecht eingeführt hat.

1902: Lida Gustava Heymann und Anita Augspurg gründen den Deutschen Verein für Frauenstimmrecht.

1904 genehmigte der württembergische König in einem Erlass, dass reichsangehörige weibliche Personen unter den gleichen Voraussetzungen und in der gleichen Weise wie männliche Personen an der Universität Tübingen als Studierende immatrikuliert werden. In Preußen wird das Frauenstudium 1908 erlaubt.

1905: In London werben englische Suffragetten (Frauenrechtlerinnen, suffrage Wahl) für ihre Zeitschrift Votes for Women und fordern das Stimmrecht für Frauen. Annie Kenney und Christabel Pankhurst werden deshalb verhaftet und verurteilt. 1903 hatte Emmeline Pankhurst die Women`s Social and Poliltical Union gegründet. In England wurde ziemlich radikal für das Frauenwahlrecht gekämpft. So schreckten die Suffraggeten auch nicht vor Sachbeschädigung zurück. 1913 stürzste sich eine Aktivistin aus Protest vor das Pferd von König Georg V. und starb wenig später. Obwohl so radikal gekämpft wurde, dauert es bis 1928, bis die Frauen in England das Wahlrecht erhielten. (dem Thema Suffragetten in England werde ich noch einen extra Abschnitt widmen, da er den Rahmen hier sprengen würde).

1906: Finnland, damals ein russisches Großfürstentum, führt als erster europäischer Staat das Frauenwahlrecht ein. Norwegen folgt 1913. Bei der ersten Parlamentswahl der WElt, bei der auch Frauen gewählt werden konnten, wurden in Finnland 1906 19 Frauen gewählt.

1908: Das preußische Vereinsgesetz, dass u.a. Frauen die politische Betätigung verbot, wird endgültig aufgehoben.

1918: In Österreich und Deutschland erhalten Frauen das allgemeine Wahlrecht. Auf Länderebene können Frauen bereits 1918 in Anhalt und Mecklenburg-Strelitz wählen. Bei den ersten Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung am 19. Januar 1919 an den Frauen in Deutschland teilnehmen dürfen, werden 9,6 Prozent weibliche Parlamentarier gewählt. An der Wahl nahmen 82 Prozent der wahlberechtigten Frauen teil, 41 weibliche Abgeordnete werden gewählt. Gertrud Bäumer wird als erste Frau Ministerialrätin. Marie Juchacz (SPD) hält als erste Frau eine Rede vor der Weimarer Nationalversammlung. Maria Juchacz gehörte als einzige Frau dem Ausschuss zur Vorberatung des Entwurfs einer Verfassung des Deutschen Reichs der Nationalversammlung an. Erst 1983 wird bei der Wahl zum 10. Bundestag ein höherer Frauenanteil als 1919 erzielt, 9,8 Prozent der Abgeordnete sind nun weiblich.

1920: Mit Verabschiedung des 19. Verfassungszusatzes erhalten die Frauen in den USA das vollständige Wahlrecht auf Bundesebene. Der Zusatz untersagt der Bundesregierung und den Staaten, einer Person aufgrund ihres Geschlechts den Zugang zu einer Wahl zu verbieten. Der Zusatz, der bei der Aufnahme des Staates Tennesee als 36. Staat der USA, aufgenommen worden war, kam durch die Arbeit vieler Frauenrechtlerin zustande. Zuvor hatte eine Gruppe namens The Silent Sentinels 18 Monate vor dem Weißen Haus in Washington protestiert, um Aufmerksamkeit zu erregen.

1928: In Großbritannien erhalten die Frauen das Wahlrecht.

1930: In der Türkei erhalten die Frauen das aktive Wahlrecht, 1934 folgt das passive Wahlrecht.

1934: Im Dritten Reich werden kinderreiche Familien gefördert. Adolf Hitler bezeichnet die Mutter als wichtigste Staatsbürgerin, ab dem vierten Kind gibt es ein Mutterkreuz. Frauen werden nicht mehr zu Habilitation zugelassen, der Anteil an Studentinnen wird auf zehn Prozent beschränkt.

1944: Die französischen Frauen erhalten das Wahlrecht, 1946 folgen die Belgierinnen und 1946 die Italienerinnen.


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