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Frauen und Macht - Entwicklung von Bildung und Frauenwahlrecht Teil 2 - 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts

In Deutschland kommt es zu einer Reihe von Vereinsgründung von Frauen aber auch zur Förderung von Frauen.

1865: In Leipzig findet die ersten Frauenkonferenz statt. Auf ihm wird der Allgemeine Deutsche Frauenverein (ADF) gegründet. Ziele sind die erhöhte Bildung des weiblichen Geschlechts sowie die Gewerbefreiheit für Frauen. Ziel war die Berufstätigkeit und Bildungschancen für Frauen zu Verbessern. Neben dem Recht auf Arbeit forderte der ADF die Einrichtung von Industrie- und Handelsschulen für Mädchen. Erste Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins wird Louise Otto-Peters (siehe auch 1848). Mitgründungsmitglied war die Lehrerin und Schriftstellerin Auguste Schmidt. Nachfolgeverband des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins ist der Deutsche Staatsbürgerinne-Verband e.V.
1866: Der deutsche Sozialpolitiker und Jurist Wilhelm Adolf Lette gründet in Berlin den Verein zur Förderung der Erwerbstätigkeit des weiblichen Geschlechts und wird deren Vorsitzender. Ziel ist nicht politische Mündigkeit der Frauen, sondern wirtschaftliche Mündigkeit.

1869: Das Wyoming-Territorium (aus dem der spätere US-amerikanische Bundesstaat Wyoming entstand) führt als erstes Gebiet der USA das Frauenwahlrecht ein. Wyoming wählte später auch die erste weibliche Abgeordnete in das Parlament der USA, dort gab es die erste weibliche Friedensrichterin und 1925 wurde Nellie Tayloe Ross die erste Gouverneurin der USA. Aufgestellt wurde sie von den Demokraten, nach dem ihr Mann William Bradford Ross zuvor bei einer Blinddarmoperation verstarb. Damit wurde sie 16 Tage vor Miriam A. Ferguson, als diese Gouverneurin von Texas wurde, der erste weibliche Gouverneur der USA. 1933 wurde Nellie Tayloe Ross von Präsident Franklin D. Roosevelt zum ersten weiblichen Direktor der US-amerikanischen Münzanstalt berufen.

1873: Die Arbeiterfrauen Berta Hahn, Pauline Stagemann und Johanna Schackow gründen den Berliner Arbeiterfrauen- und Mädchenverein, die erste sozialdemokratische Frauenorganisation. Sie erklären, dass die Lage des weiblichen Geschlechts nur durch eine vollständige soziale Umwälzung der damaligen Gesellschaft verbessert werden könne.

1879: Die Frau und der Sozialismus von August Bebel erscheint. Damit erhält die Frauenbewegung mehr Popularität. Das Buch wird bereits im März verboten, wird aber weiter illegal verbreitet. August Bebel begreift, wie auch seine Mitkämpferin Clara Zetkin, die Frauenfrage in Analogie zum Klassenkampf.

1887: Die Lehrerin und Frauenrechtlerin Helene Lange richtet gemeinsam mit fünf anderen Frauen eine Petition an den preußischen Unterrichtsminister. Darin fordern sie eine wissenschaftliche Lehrerinnen-Ausbildung an höheren Mädchenschulen. Im gleichen Jahr veröffentlicht Helene Lange Die höhere Mädchenschule und ihre Bestimmung als Begleitschrift zu der Petition. Darin kritisiert sie die Ausbildung der Mädchen schärfstens.

1888: Der Allgemeine Deutsche Frauenverein richtet eine Petition an das preußische Abgeordnetenhaus und bittet um die Zulassung von Frauen zum Medizinstudium und zur wissenschaftlichen Lehrerinnenausbildung, allerdings ohne Erfolg.

1888: Die deutsche Pädagogin und Aktivistin im radikalen Flügel der bürgerlichen Frauenbewegung und Journalistin Minna Cauer gründet den Verein Frauenwohl, damit radikalisiert sich die bürgerliche Frauenbewegung. Minna Cauer war eine vehemente Streiterin für das Frauenstimmrecht, sie trat für die Unterstützung lediger Mütter und für die freie Berufswahl der Frauen ein.

1890: Helene Lange gründet den Allgemeinen Deutschen Lehrerinnen-Verein. Helene Langs Engagement ist es mit zu verdanken, dass 1896 erstmals sechs Frauen in Berlin die Reifeprüfung ablegen.

1893: Neuseeland, damals ein britisches Territorium mit begrenzter Selbstverwaltung, verleiht Frauen das passive Wahlrecht. Das aktive Wahlrecht erhalten sie erst 1919.

1896: In Preußen wird erstmals eine Frau als Gasthörerin an einer Universität zugelassen.

1897: In Österreich lassen einige Universitäten Frauen als Studentinnen zur Philosophischen Fakultät zu. Ab 1900 dürfen Frauen dort auch Medizin studieren.



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