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Olympe de Gouges politische Position Solidarität

"Die Frauen wollen Frauen sein und haben keine größeren Feinde als sich selbst; sobald eine aus ihrer Sphäre tritt, um die Rechte der Gesamtheit zu verteidigen, sogleich hat sie das ganze Geschlecht gegen sich; selten sieht man Frauen in einer großen Aktion, einem Werk einer anderen Frau applaudieren." Aus dem Stück "Mirabeau au Champs-Elysees" von Olympe de Gouges.
Olympe de Gouges geißelt nicht nur die Einäugigkeit der Männer, auch das mangelnde Bewußtsein (heute würden wir es Solidarität nennen) ihrer Geschlechtsgenossin ist Thema ihrer Kritik. Bereits 1788 schreibt sie das "Portrait der Frauen": "Wenige Frauen sind Männer im Denken; immerhin gibt es deren einige. Leider schlägt sich ein größerer Teil unerbittlich auf die Seite des Stärken, ohne zu ahnen, daß sie mit eigener Hand den Zauberbann ihrer Herrschaft lösen." Im Namen der Freiheit beharrt sie, bei den Frauen ein verändertes Bewußtsein zu wecken: "Ihr Frauen! Wann wird Eure Verblendung ein Ende haben? Sagt an, welche Vorteile sind Euch aus der Revolution erwachsen?" Eine Frage, der ein Verweis auf die Umgangsformen im Ancien Regime folgt: "Man bringt Euch eine noch tiefere Verachtung, eine noch unverhohlenere Geringschätzung entgegen. In den Zeitaltern der Korruption habt Ihr wenigstens über die Schwächen der Männer geherrscht. Dies Imperium liegt nun in Trümmern, was bleibt Euch denn noch? Das Wissen um die Ungerechtigkeit des Mannes, die Forderung nach Eurem Erbe, die sich auf die weisen Gesetze der Natur beruft. Wovor schreckt Ihr Angesicht dieses edlen Unterfangens zurück?" Olympe bedauerte wohl kaum das zerstörte "Imperium" der Frau, Worte bei denen sie an die Macht des heimlichen Einflusses der Frau, vielleicht auch an die Epoche der Mätressenwirtschaft des 17. Jahrhunderts gedacht haben könnte. Olympe wollte eine Anerkennung als Person, nicht als käufliche Gesellschaftsdame, eine Anerkennung, die sie sich von der Revolution erhoffte: "Ein Geschlecht, das einst Verachtung verdiente und dem Respekt gezollt wurde, während ihm seit der Revolution nun Respekt gebührt, es aber nur Verachtung erfährt." Ihre Enttäuschung über diese mangelnde Anerkennung kommt unverhohlen zum Ausdruck im Nachwort zu ihrer "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin.


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