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Olympe de Gouges politische Position Patriotismus

Olympe de Gouges glühender Patriotismus kam schon beim Theaterstück zu Ehren Mirabeaus zur Sprache. Der Zusammenschluß der Generalstände 1788 ist für sie Anlaß, ihre Aufmerksamkeit dem politischen Geschehen zuzuwenden. Olympe de Gouges schrieb den Abgeordneten ihrer okzitanischen Heimat: "Sie wissen Monsieur, daß Politik und Philosophie zu den Dingen gehören, mit denen sich Frauen nicht beschäftigen sollten. Ich habe mich bemüht, in beiden erfolgreich zu sein. Der Patriotismus hat mich unerschrocken gemacht. Verteidigen Sie nicht nur mein Geschlecht, sondern werden sie auch zur Stütze Ihrer Provinz. Beweisen Sie, dass die kleine Stadt Montabuan große Männer hervorgebracht hat und auch einige Frauen, die Achtung verdienen." Nicht nur die Verbundenheit mit ihrer Heimat, sondern auch Olympe de Gouges Interesse am politischen Geschehen, an dem sie nach Kräften mitmischen will, spricht aus diesem Brief. Die Frage ihrer politischen Position ist schwierig, da sehr Widersprüchlich. Zunächst sei sie Royalistin gewesen, später aus Opportunitätsgründen Republikanerin, um dann aber doch wieder den König anläßlich des Prozesses verteidigen zu wollen. In ihrem Leben spiegeln sich die Widersprüche der Zeit, Widersprüche, die gerade das Spannende an ihrer Lebensgeschichte sind. Mit Sicherheit war Olympe de Gouges keinen Sympathisantin oder gar Parteigängerin der Jakobiner. In der ersten Phase der Revolution fanden Politiker wie Lafayette, Necker und Mirabeau, Fürsprecher einer konstitutionellen Monarchie, die Zustimmung und Verehrung von Olympe de Gouges; eine Einstellung, die allerdings der vorherrschenden Strömung jener Zeit entsprach. Erst der Fluchtversuch der Königsfamilie im Sommer 1791, der so kläglich endete, sollte den endgültigen Vertrauensbruch mit dem Königtum bedeuten. Olympe de Gouges widmet nach diesem Fluchtversuch ihre "Declaration" noch im September 1791 der Königin Marie-Antoinette und versichert ihr hierin ihre Loyalität. Politische Kurzsichtigkeit? Oder Argumente einer Frau, die der noch ranghöchsten Frau im Staat in ihrer Funktion als Königin eine Entscheidungsbefugnis zuschreibt analog zum Ritus der Verfassungsunterzeichnung im September 1791 durch Louis XVI.


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