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Olympe de Gouges Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin 1791

Die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin von Olympe de Gouges aus dem Jahre 1791 fehlt in allen Textsammlungen rechtshistorischen Dokumenten. Erst seit 1977 ist dieser Text auch auf deutsch zugänglich. Olympe de Gouges tritt in ihrer Frauenrechtserklärung der männlichen Verengung des Gleichheitsbegriffs systematisch entgegen. (siehe auch Frauenrechte versus Menschenrechte). Mit dieser Erklärung hinterließ Olympe de Gouges ein Dokument, das den Versuch einer geistigen Revolution innerhalb des revolutionären Prozesses bezeugt. Ein Dokument, ergänzt um einen "Gesellschaftsvertrag zwischen Mann und Frau"; ein Begriff, der an Rousseaus Contract social erinnert.

Die Ideen, die hier zu Papier gebracht wurde, provozierten den Widerspruch der Rousseau-Anhänger. Formulierte sie doch eine Definition des Zusammenlebens der Geschlechter, die Rousseaus Prämissen zur Funktion der Mütterlichkeit durchaus in Frage stellten. Die Mutterschaft kommt auch in ihren Vorschlägen eine besondere Bedeutung zu. In ihrer Präambel nennt sie die "Beschwerden der Mutterschaft" als Grund für die Überlegenheit der Frau. Jedoch folgert Olympe de Gouges aus der biologischen Rolle der Frau im Gegensatz zu Rousseau und seinen nachfolgenden Interpreten, namentlich den führenden Köpfen der Revolution, nicht den Ausschluß der Frau von der politischen Öffentlichkeit. Vielmehr bedarf es nach ihrem Modell besondere Rechte für die Frau als Mutter. Olympe de Gouges stand, trotz einer gewissen Verehrung für den ihrer Meinung nach verkannten Künstler Rousseau, keineswegs, wie die Mehrzahl ihrer Geschlechtsgenossinnen, in blinder Gefolgschaft zu seinen Thesen zur Weiblichkeit.

In der 1789 verfaßten Schrift "Heroische Taten einer Französin oder wie Frankreich von den Frauen gerettet wird" von Olympe de Gouges findet sich der zitierte Verweis auf Rousseau. Sie appelliert an den Patriotismus der Frauen, zur Rettung des Vaterlandes aus der finanziellen Notlage, ihren Schmuck nach dem Vorbild der Römerinnen der Nationalversammlung zu opfern.



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