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Giordano Bruno Wanderjahre durch Europa


Nach dem Giordano Bruno Italien verlassen hat, zieht es ihn nach Frankreich. 1581 trifft Giordano Bruno in Paris ein, hier beeindruckt er den französischen König Heinrich III. mit seinem erstaunlichen Gedächtnis. Giordano Bruno verfeinerte auf Grundlagen älterer Konzepte seine Mnemonik (System der Gedächtniskunst). Sie basiert auf dem Prinzip abstrakter Symbole. Damit konnte Giordano Bruno sehr lange Texte auswendig lernen. Heinrich widmet Bruno seine Abhandlung über die Mnemonik "Von den Schatten der Idee. Die Gedächtniskunst". Das bringt Bruno eine außerordentliche Professur am Collège de Cambraí ein.

Giordano Bruno zieht weiter nach England

1583 zieht der ruhelose Giordano Bruno weiter an die englische Universität Oxfort. Auch dort macht er sich bei den anderen Professoren bald unbeliebt und muss die Universität verlassen. In seinem Werk "Das Aschermittwochsmahl" hatte er seine Kollegen aufs Korn genommen. In diesem Werk greift Giordano Bruno auch den Astronomen Kopernikus an. Mit dessen Grundthese, dass die Sonne der Mittelpunkt unseres Planetensystems sei, hat Bruno keine Probleme. Kopernikus irre aber darin, dass die Fixsterne nur eine Art starre Kulisse hinter unserem Planetensystem sei. Bruno vertrat die Meinung, dass dies Fixsterne wie unsere Sonne seien und dass um diese ebenfalls Planeten kreisen. Wegen dieser These wird er heute auch häufig von UFO-Gläubigen vereinnahmt. Außerdem nahm Giordano Bruno an, dass es auch in unserem Planetensystem weitere Planeten jenseits des Saturns gibt. Damals waren Uranus, Neptun und Pluto, die jenseits des Saturn liegen, noch unbekannt.

Giordano Bruno: Italienische Dialoge

Zwei Jahre verbringt Giordano Bruno nun in London. Dort schreibt er die "Italienischen Dialoge", sechs unterschiedliche Abhandlungen, seine Hauptwerke, darunter "Von der Ursache, dem Prinzip und dem Einen". In dieser Abhandlung über die Einheitsmetaphysik wendet sich Bruno gegen die Kirchenlehre, dass Gott außerhalb seiner Schöpfung existiere. Die ganze Natur, so Giordano Bruno, sei göttlich. Was wir als Gott bezeichnen, sei lediglich die beseelte Ewigkeit.

Die beseelte Ewigkeit könne nicht durch den Tod zerstört werden. Denn all ihre Einzelheiten wie Menschen oder Tiere seien unteilbare Einheiten des Weltaufbaus. Bruno bezeichnete sie als Monaden, ein Begriff den der Philosoph Leibniz später übernimmt.

Eine andere Abhandlung der "Italienischen Dialoge" beschäftigt sich mit dem Universum "Vom Universum, dem All und den Welten".

1585 kehrt Giordano Bruno nach Paris zurück, nur um wieder einen Skandal auszulösen, worauf er nach Deutschland flieht. Hier schreibt er mehrere Werke über die Ewigkeit.

1589 verfasst Giordano Bruno in Helmstedt drei Abhandlungen zur Magie.

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Giordano Bruno

Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gibt Acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Friedrich Nietzsche Zitate & Sprüche.

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