Caroline Herschel Biographie
Caroline Lucretia Herschel, Astronomin und Musikerin, wurde geboren am 16. März 1750 in Hannover, gestorben am 9. Januar 1848 in Hannover. Caroline Herschel war die erste Frau, die als Astronomin viel Anerkennung fand. Sie arbeitete mit ihrem Bruder Friedrich Wilhelm Herschel (1738-1822, siehe auch Zeittafel der Astronomie). Caroline Herschels wichtigste Beiträge zur Astronomie waren die Entdeckung mehrere Kometen.
Caroline Herschel Herkunft
Die Eltern von Caroline Herschel waren Isaak Herschel, ein Militärmusiker und Anna Ilse Herschel. Caroline hatte noch vier Brüder. Neben einer musikalischen Grundausbildung hatte Caroline Herschel auch die Gelegenheit Astronomie zu betreiben und zu philosophieren. Caroline erhielt auch die Möglichkeit Lesen und Schreiben zu lernen, da sie zusammen mit ihren Brüdern die Garnisonsschule besuchen konnte. Ihre Mutter wollte eigentlich, dass sie Weißnäherin werden sollte und sich so ihr Geld verdienen solle, da für die eher unattraktive Caroline keine Heirat in Sicht war. Im Alter von zehn Jahren war Caroline Herschel an Typhus erkrankt und in Folge dessen hatte sie aufgehört zu wachsen. Sie wurde nicht größer als 1,40 Meter. Ihr Vater wollte ihr zumindest eine musikalische Ausbildung ermöglichen.Im Jahre 1772 folgt sie ihrem Bruder Friedrich Wilhelm Herschel gegen den Willen der Mutter, der Vater war 1767 gestorben, in das vornehme, englische Bath, wo er als Organist und Konzertleiter tätig war. Caroline Herschel führte seinen Haushalt, erhielt aber auch Gelegenheit ihre musikalische Ausbildung weiterzuführen und als Solistin in seinen Konzerten mitzuwirken. Neben der Musik und dem Haushalt beschäftigte sich Caroline auch mit der Astronomie. Sie und ihr Bruder fertigten Spiegelteleskope an. Ihrem Bruder gelang 1781 den Planeten Uranus zu entdecken, dadurch wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt und bekam von König Georg III. eine Stelle als Astronom angeboten, so dass er sich nun ganz der Astronomie widmen konnte. Caroline Herschel stand vor der Entscheidung, ihre bisher recht erfolgreiche Karriere als Sängerin in Bath fortzusetzen oder ihrem Bruder zu folgen, was sie dann auch tat.
Caroline Herschel verdient eigenes Geld als Astronomin
Caroline Herschel wurde vom englischen Hof auch tatsächlich als Gehilfin ihres Bruders eingestellt und verdiente nun ihr erstes eigenes Geld. 50 Pfund im Jahr bekam sie für ihre Tätigkeit. Damit war Caroline Herschel die erste Frau, die für wissenschaftliche Tätigkeiten Gehalt erhielt. Ihr Bruder erhielt für seine Tätigkeit 200 Pfund im Jahr.Mit einem kleinen Newtonteleskop begann Caroline Herschel nun den Sternenhimmel zu erforschen und entdeckte Nebel und Kometen. Außerdem ergänzte sie einen bestehenden Sternenkatalog (British Catalogue) und berichtigte einige Fehler in diesem Katalog. Anerkennung erhielt Caroline Herschel auch von Carl Friedrich Gauß und Johann Franz Encke.
Caroline Herschel kehrt in ihre Heimat zurück
1822 stirbt ihr geliebter und von ihr verehrter Bruder und Caroline Herschel zieht zurück nach Hannover. Sie setzt ihre astronomischen Studien fort und ordnet das umfangreiche Material, das ihr Bruder hinterlassen hatte.
Ehrungen und Auszeichnungen, die Caroline Herschel erhalten hatte:
1828 Goldene Medaille der Royal Astronomical Society (Ehrenmitgliedschaft 1835, für den sog. Zonenkatalog)
1838 Die Königliche Irische Akademie für Wissenschaften ernennt Caroline Herschel zu ihrem Mitglied.
1846 Caroline Herschel erhält im Auftrag des Königs von Preußen die goldene Medaille der Preußischen Adademie der Wissenschaften.
Zwar wurde nach Caroline Herschel keiner der von ihr entdeckten Kometen benannt, aber im Planetoiden Lucretia wurde ein Mondkrater im Sinus Iridium (Regenbogenbucht) ein Mondkrater nach ihr benannt.
Caroline Herschel starb im Alter von 98 Jahren. Ihr Grab befindet sich auf dem Gartenfriedhof in Hannover.
Zeittafel der Astronomie Caroline Herschel bei Wikipedia.de

