Wichtige Daten und Entdeckungen der Astronomie
Zu Beginn der Menschheitsgeschichte war Astronomie alleine die Beobachtung des Sternenhimmels. Schon bei unseren Vorfahren bestimmte die Astronomie das Selbstbild des Menschen wie auch seine Auffassung von seiner Stellung im Universum mit. Heute gehört zur Astromonie auch die Diskussionen über die entstehung des Universums ebenso wie die Suche nach bewohnbaren Planeten und Leben außerhalb unseres eigenen Sonnensystems. War man früher auf die Beobachtung vom Boden aus angewiesen gibt es heute nicht nur Teleskope auf Bergen sondern auch die Möglichkeit über Satelliten oder über Flugzeug ein Blick ins All zu werfen.
Wer weniger auf Astronomie steht, sondern lieber astrologische Informationen sucht, wird bei Chinesische Sternzeichen und bei Das Sternzeichen fündig. Astrologie und Astronomie gehörten schließlich früher eng zusammen.
Daten der Astromonie
| Bronzezeit | Himmelsscheibe von Nebra, sie gilt als älteste konkrete Himmelsdarstellung. Gefunden wurde sie 1999 nahe der Stadt Nebra, daher auch der Name. Mehr über die Himmelsscheibe von Nebra |
| 4.000 v. Chr. | Zeitrechnung nach einem Sonnenjahr mit 365 Tagen (Ägypten) |
| 2750 v. Chr. | Namen für die wichtigsten Sternbilder der nördlichen Hemisphäre (Maya) |
| 13./13. Jh. v. Chr. | Erste Sternkarte (Babylon) |
| 1059/58 v. Chr. | Erste nachweisliche Sichtung des Halleyschen Kometen in China. Siehe auch 1705. |
| 9 Jh. v. Chr. | Beschreibung von Sternbildern in chinesischen Schriften. Das Chinesische Horoskop ist eins der ältesten bekannten Horoskop-Systeme der Welt. |
| 15.6.763 v. Chr. | Älteste, sicher datierte überlieferte Beobachtung einer totalen Sonnenfinsternis (China). |
| 6 Jh. v. Chr. | Lehre von der Kugelgestalt der Erde (Pythagoreer, philosophische Schule in Griechenland) |
| 585 v. Chr. | Thales von Milet sagt für den 22. Mai eine stattfindende Sonnenfinsternis voraus. |
| 440 v. Chr. | Bestimmung der Punkte der Sonnenwende (Meton, metonisches Jahr) |
| Ende 5. Jh. v. Chr. | Erste Deutung der Anomalien in den Planetenbewegungen (Philolaos von Kroton) |
| 400 v. Chr. | Deutung der Milchstraße als Glanz vieler Fixsterne (Demokrit) |
| 350 v. Chr. | Aristoteles erkennt die Kreisförmigkeit des Erdschattens bei einer Mondfinsternis und leitet daraus die Kugelgestalt der Erde ab. |
| 265 v. Chr. | Bestimmung der Entfernung von Sonne und Mond zur Erde die Sonne rückt in den Mittelpunkt der Welt - heliozentrisches Weltbild (Aristarch von Samos). Aristarch von Samos beschreibt außerdem die Bewegung der Erde um ihre eigene Achse und die Jahresbahn um die Sonne. |
| 220 v. Chr. | Erste Messung des Erdumfangs (Eratostehnes, griechischer Mathematiker, Geograph und Astronom, 276-194 ). Eratostehnes Berechnungen zur Folge betrug der Erdumfang umgerechnet zwischen 39.690 Kilometern und 46.620 Kilometern. Diese ungenaue Angabe basiert darauf, dass Eratostehnes in Stadien maß und das genaue Maß für Stadien heute nicht mehr bekannt ist. Die Umfang der Erde beträgt 40.008 Kilometer. Eratostehnes erkennt auch die Neigung der Ekliptik. Christoph Kolumbus wird bei seinem Versuch Indien über den westlichen Seeweg zu erreichen die viel ungenauere Schätzung des Astronomen Toscanelli als Grundlage nehmen, der die Erde über ein viertel kleiner berechnete. |
| 140 v. Chr. | Sternenkarte es Hipparch. Hipparch war einer der größten Astronomen der Antike. Er entdeckte die Kreiselbewegung (Präzession) der Erdachse und die erste Nova (explodierender Stern). In der Zeit zwischen 140 bis 125 v. Chr. verfasste er den ersten Sternkatalog. Dieser beinhaltete über 1000 Sterne und wurde später auch von Ptolemäus, den Arabern und den mittelalterlichen Gelehrten des Abendlands benutzt. Entdeckt wurde der verloren geglaubte Sternkatalog auf einer römischen Statue in Neapel von dem Physiker und Astronomen Bradley E. Schaefer (USA). |
| 150 n. Chr. | Höhepunkt der griechischen Astronomie (Ptolemäus, 87-150, griechischer Mathematiker, Geograf und Astronom). Ptolemäus, verwarf das von Aristarch von Samos und Seleukos von Seleukia vertretene heliozentrische Weltbild (Sonne ist Mittelpunkt). Nach Ptolemäus befindet sich die Erde fest im Mittelpunkt des Weltalls. Alle anderen Himmelskörper bewegen sich auf als vollkommen angesehenen Kreisbahnen um den Mittelpunkt Erde. Er schreibt das Werk Syntaxis mathematike. Ptolemäus gilt als Begründer des geozentrischen Weltbildes. |
| 635 | Endeckung der sonnenabgewandten Schweifrichtung der Kometen (China) |
| 829 | Gründung der Sternwarte Bagdad. |
| 950 | Revision des Sternkatalogs von Hipparch (siehe 140 v. Chr.). Zuverlässige Helligkeitsangabe für die Sterne (al-Sufi) |
| 1000 | Gründung der Sternwarte Kairo. |
| 1009 | Tafeln zur Vorausberechnung von Planetenpositionen (ibn Junis) |
| 1054 | Sichtung einer Supernova im Krebsnebel im Sternbild Stier (China und Arabien). |
| 1272 | Die Alfonsinischen Tafeln, eine Zusammenstellung der Planetenpositionen, werden fertig gestellt. |
| 1295 | Bestimmung der Schiefe der Ekliptik (Saint-Cloud) |
| 1460 | Erste Zweifel an dem geozentrischen Weltbild durch Purbach (1423-1476) und Müller (1436-1576) aus Königsberg. Sie zeichnen eigene neue umfangreiche Planetenbeobachungen auf. |
| 1514 | Kopernikus (Nicolaus Copernicus, 1473-1543, Domherr und Astronom) veröffentlich die Theorie eines heliozentrischen Weltbildes (Sonne ist Mittelpunkt, nicht die Erde) De revolutionibus orbium coelestium |
| 1582 | Gregorianische Kalenderreform |
| 1596 | Endeckung des ersten veränderlichen Sterns, Helligkeitsschwankungen (Omikron Ceti, Fabricius) |
| 1600 | Giordano Bruno (1543-1600) betrachtet das heliozentrische Weltbild als unumstößlich. Er geht davon aus, dass das Weltall unendlich sei und aus unendlich vielen Sonnen, Planeten und sogar Lebewesen besteht. Für seine Thesen wir er durch die Inquisition verurteil und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. |
| 1604 | Johannes Kepler beobachtet im Sternbild Schlangenträger die letzte uns bekannte Supernova innerhalb der Milchstraße. Die Supernova 1604 wird auch Keplers Supernova bzw. Keplers Stern genannt. Seine Untersuchungen veröffentlichte Johannes Kepler im Buch De Stella nova in pede Serpentarii (Vom neuen Stern im Fuße des Schlangenträgers). |
| 1608 | Erfindung des optischen Fernrohrs (Lippershey) |
| 1610 | Galileo Galilei (1564-1630) entdeckt die vier Jupitermonde Europa, Io, Ganymed und Kallisto. Außerdem entdeckt er erste Einzelheiten auf der Mondoberfläche, Sonnenflecken und die Phasenerscheinung des Planten Venus. Er vertritt das heliozentrische Weltbild, muss aber vor der Inquisition widerrufen. |
| 1611 | Entdeckung der Sonnenflecken (Schreiner) |
| 1612 | Entdeckung des Andromeda-Nebels (Simon Marius) |
| 1616 | Die Kirche verbietet alle Bücher, die die Bewegung der Erde zur Grundlage haben. Im gleichen Jahr steht Galileo Galilei vor dem Inquisitionsgericht. Das heliozentrische Weltbild wird von der Kirche verboten.Naturwissenschaft und Kirche |
| 1618 | Endteckung des Orion-Nebels (Cysat) |
| 1627 | Kepler veröffentlicht die Rudolfinischen Tafeln mit genauen Planetenpositionen. Er entwickelte außerdem drei grundlegende Gesetze der Planetenbewegung, die er auf mathematische Berechnung zurückführtö. |
| 1633 | Galileo Galilei steht erneut vor dem Inquisitionsgericht. Das heliozentrische Weltbild wird erneut von der Kirche verboten. |
| 1642 | Die Sternwarte in Kopenhagen wird errichtet. |
| 1650 | Entdeckung des ersten Doppelsterns (Mizar A und B Riccioli) |
| 1661 | Gregory entwickelt das erste Spiegelteleskop. |
| 1665 | Erste Beschreibung der Planetenrotation (Cassini) |
| 1667 | Die Sternwarte in Paris wird errichtet. |
| 1669/70 | Zuverlässiger Wert für den Erdradius (Picard, Paris). |
| 1671 | Entdeckung von vier Saturnmonden und der Teilung des Saturnrings (Cassini). |
| 1672 | Bestimmung der Entfernung der Planeten zur Sonne (Cassini). |
| 1675 | Das Observatorium von Greenwich wird errichtet. |
| 1687 | Newton veröffentlicht die Bewegungsgesetze. |
| 1700 | In Berlin ensteht eine Sternwarte. |
| 1705 | Edmond Halley beginnt mit der Berechnung von Kometenbahnen. Er sagt unter Verwendung von Newtons neu formulierten Bewegungsgesetz voraus, dass der Halleysche Komet, der 1531, 1607 und 1682 gesichtet wurde, im Jahre 1758 wiederkehren würde. Der Komet erschien tatsächlich (nach seinem Tode) und wurde später zu seinen Ehren nach ihm benannt. Der Umlauf des Halleyschen Kometen hat eine durchschnittliche Periode von 76 Jahren. Das letzte mal war er 1986 zu sehen. Zu sehen war er auch 1066 zur Zeit der Schlacht von Hastings (als die Normannen England eroberten), er ist auf dem berühmten Teppich von Bayeux dokumentiert. Das nächste Mal wird er 2061 bei seiner Sonnenpassage sichtbar sein. |
| 1741/42 | Celsius erkennt die Natur der Polarlichter. |
| 1764 | Erklärung der Mondliberation (Lagrange). |
| 1781 | Entdeckung des Uranus (Friedrich Herschel, 1738-1822). Caroline Herschel |
| 1782 | Friedrich Wilhelm Herschel erstellt einen Doppelsternkatalog und entdeckt die Eigenbewegung der sonne. |
| 1784 | Friedrich Wilhelm Herschel beschreibt den theoretischen Aufbau der Milchstraße. Biographie Caroline Herschel |
| 1801 | Entdeckung des ersten Planetoiden (Giuseppe Ceres, Piazzi). |
| 1809 | Karl Friedrich Gauß (1777-1855) veröffentlicht seine grundlegenden Methoden zur Berechnung von Planetenbahnen in seinem Werk Theoria motus corporum coelestium |
| 1814 | Entdeckung dunkler Linien im Spektrum der Sonne (Joseph von Fraunhofer, 1787-1826). |
| 1845 | Struktur der Spiralnebel erkannt (Rosse). |
| 1846 | Vorausberechnung und Entdeckung des Neptun (Leverrier, Galle). |
| 1851 | Nachweis der Erdrotation, Pendelversuch (Foucault). |
| 1868 | Entdeckung des Heliums in der Sonne (Lockyer). |
| 1877 | Asaph Hall (1829-1881) entdeckt die beiden Marsmonde. |
| 1879 | Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit (Michelson). |
| 1889 | Beschreibung der Physik der Bedeckungsveränderlichen (Vogel). |
| 1898 | Entdeckung des erdnahen Planetoiden Eros (Witt). |
| 1900 | Planck begründet die Quantenphysik. |
| 1905 | Spezielle Relativitätstheorie (Albert Einstein). |
| 1912 | Nachweis der kosmischen Strahlung (Hess). |
| 1913 | Hertzsprung-Russell-Diagramm der Sternenentwicklung (Hertzsprung, Russell. |
| 1915 | Allgemeine Relativitätstheorie (Albert Einstein) |
| 1929 | Beschreibung der Fluchtbewegungen der Galaxien (Hubble) |
| 1930 | Entdeckung des Pluto (Tombaugh) |
| 1931 | Entdeckung von Radiostrahlen aus der Milchstraße (Jansky) |
| 1935 | Erste umfassende Theorie über das Innere der Sterne (Strömgren) |
| 1939 | Theorie der schwarzen Löcher (Oppenheimer u.a.) |
| 1946 | Entdeckung der ersten Radiogalaxis (Ryle) |
| 1956 | Nachweis des Neutrinos (Reines, Lorrain) |
| 1963 | Entdeckung der Quasare (Sandage, Schmidt) |
| 1964 | Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung (Penzias, Wilson) |
| 1967 | Entdeckung der Pulsare (Hewish, Bell) |
| 1969 | Es werden organische Moleküle im interstellaren Raum nachgewiesen. |
| 1990 | Die NASA schießt in Zusammenarbeit mit der ESA das Weltraumteleskop Hubble ins All. |
| 2006 | Der erst 1930 entdeckte Pluto verliert seinen Status als Planet und wird zum zweitklassigen Zwergplanet zurückgestuft. Die Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) haben eine neue Definition für die Kategorisierung von Planeten geschaffen, und dieser entspricht der Pluto nicht mehr. Damit ist der schöne Merksatz: Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten, mit dem man sich die Reihenfolge der Planeten merken konnte (Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und nun nicht mehr der Pluto) nicht mehr gültig. |
| 2011 | Astronomie Mission Sofia - Ein Flugzeug zum beobachten der Sterne? Die Nasa und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt machen es möglich, ein 17 Tonnen Teleskop wurde kurzerhand an Bord eines Flugzeuges verfrachtet, einer umgebauten Boeing 747 SP. Die Sternwarte über den Wolken heißt SOFIA. SOFIA erforscht, wie Sterne und Planeten entstehen - und geht damit unserem eigenen kosmischen Werdegang nach. |

